GUBBIO
HISTORISCHE ANMERKUNGEN ÃŒBER GUBBIO
Die Ursprünge Gubbios gehen auf sehr antike Zeiten zurück und jede Epoche hat ihre unauslöschlichen Spuren hinterlassen. So zum Beispiel die bronzenen Tafeln von Gubbio aus dem 3. – 1. Jahrhundert v. Chr., die als eines der größten und vollständigsten Dokumente antiker Riten gelten; das römische Amphitheater (1. Jahrhundert v. Chr.), eines der größten Theater, nur wenig kleiner als das von Marcellus und Pompeius in Rom; der gewagte Riesenbau des Palazzo die Consoli mit der angrenzenden Piazza pensile (14. Jahrhundert), ein Beispiel von weltweiter Bedeutung für die präzisen Konzeptionen von Raum und Form; der Palazzo Ducale (15. Jahrhundert), den Federico da Montefeltro in seiner Geburtsstadt erbauen ließ, eine der schönsten Residenzen der frühen Renaissance, in der man seit kurzem eine Kopie des „Studierzimmers“ des Fürsten bewundern kann, ein wundervolles Kunstwerk mit herrlichen Intarsien. Die Kathedrale, die Kirchen, die Palazzi, die breiten Straßen und mittelalterlichen Gassen, die vielen Schlösser, Abteien und Einsiedeleien, die über das ganze Gebiet verstreut sind, sind weitere Zeugen einer glorreichen Geschichte, die im Mittelalter ihren glanzvollen Höhepunkt erreichte, als Gubbio sich als freie Kommune mit eigener Justiz und eigenen Statuten selbst regierte. Eine Stadt, reich an antiken Zeugnissen und berühmten Traditionen: eine intime und stimmungsvolle Atmosphäre, die man innerhalb seiner Mauern atmet und die im Geist und in den Herzen seiner Bewohner die Erinnerung an Episoden wie die Begegnung des Hl. Franziskus mit dem Wolf unverändert lebendig und greifbar hält; die stolze und freie Kommune von Gubbio, die unter der geistlichen Führung von Bischof Ubaldo Baldassini gegen elf feindliche Städte ums Überleben kämpft, lebt im Feuer, der Leidenschaft und der Mystik seines am meisten geliebten Festes, dem superben und unnachahmlichen Fest der „Ceri“ wieder auf, das seit über acht Jahrhunderten an jedem 15. Mai das Herz jeden Einwohners von Gubbio entzündet, wo immer er auch sich befinden mag, und den Fremden verzaubert, der hingerissen einem überwältigenden Schauspiel beiwohnt.
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